Heimatverein Egestorf e.V.

Kantor SchulzHeinrich Schulz, geboren am 6. September 1868 in Grabow, Kreis Lüchow, gestorben am 15. Januar 1953 in Lüneburg, wirkte von 1902 bis 1928 als Lehrer, Organist und Heimatforscher in Egestorf. 1916 wurde er zum Kantor und 1946 zum ersten Ehrenbürger Egestorfs ernannt. Seine Aktivitäten für unser Dorf waren neben seinem Beruf  vielfältig:

1904 Mitbegründer und bis 1928 Chorleiter des Männer-Gesangvereins „Frohsinn“ sowie Gründer und Leiter des Kirchenchores, von 1902 bis 1919 Schriftführer des „Kriegervereins“  (heute Schützenverein) 1910 Gründer des „Verschönerungsvereins“, der sich später „Heimatverein“ nannte und 1954  zum „Verkehrsverein“ wurde.

 

Kantor Schulz führte die Schul- und Pfarrchronik, schrieb viele Dorf- und Höfechroniken, veröffentlichte geschichtliche Aufsätze in Zeitungen in Winsen, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen, schrieb für die „Winsener Geschichtsblätter“ und forschte nach Sagen und Märchen aus unserer Region.  Er brachte es auf über fünfzig Veröffentlichungen. Eines seiner größten Werke ist die „Chronik von Schätzendorf“  (1949), auch die „Chronik von Wilsede“ und die Aufzeichnungen über „120 Jahre Kampf um den Garlstorfer Wald“ stammen aus seiner Feder, ebenso Komposition und Text des Egestorf-Liedes „Erinnerung an Egestorf“. Über den „Dorfpark“ verfasste er ein Gedicht, der „Kantor-Schulz-Weg“ durch die Heidefläche bei der Birkenbank erinnert an ihn.

 

Der Heimatverein Egestorf veröffentlichte bisher die Aufzeichnungen „Was der alte Friedhof in Egestorf erzählt“, Chronik „Egestorf 1902-1928“ sowie seine Abschriften „Aus der Egestorfer Pfarrchronik 1668-1882“  und „Hexenprozesse im Amt Winsen“.

 

Kantor Schulz ist immer noch bei den Heimatforschern der Landkreise Harburg, Lüneburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg unvergessen und Vorbild.

EDV-gestützter Abruf von Inventar- und Archivgut 

 

Die Bestände der Gemeinde Egestorf und des Heimatvereins wurden in einer umfangreichen Datenbank erfasst.


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